Das digitale Semester: Aus Sicht eines Dozenten – Teil I [Gastbeitrag]

Bereits mehrfach wurde an dieser Stelle schon über das digitale Semester geschrieben, allerdings immer nur aus Sicht der Studierenden. Dabei ist es nicht nur für die Studierenden eine herausfordernde Situation, sondern auch für die Dozenten. Daher habe ich meinen Mann, der u.a. als Jura-Dozent tätig ist und ebenfalls seit April 2020 im digitalen Unterricht sitzt, gebeten, seine Sicht der Dinge zu beschreiben:


Das digitale Semester – Aus Sicht eines Dozenten

Es gibt keine „andere Seite“, kein „hinter dem Lehrerpult“, kein „vor den Studierenden stehen“ – Was zur Hölle soll uns Dozierenden denn noch Halt geben?

Nun, eine gewisse Anpassungsfähigkeit sollte von uns Dozierenden wohl erwartet werden. Wir müssen ohnehin in jedem Lehrturnus (sei es das Jahr, das Semester oder irgendein anderer Zeitraum) unsere Materialien und Didaktik neu überprüfen, uns auf neue Veranstaltungen und neue Studierende einstellen, aktivierende Lehrmethoden einbauen und möglichst ohnehin eine möglichst hohe individuelle Lernbegleitung bieten.

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Rezept: Tarte au Chocolat

Wenn ihr auf der Suche nach einem sehr einfachen Rezept für leckere Tarte au Chocolat seid, dann werdet ihr hier fündig! Das Rezept habe ich – leicht abgewandelt – aus einem Backbuch für Kinder und bislang sind alle davon begeistert.

Unsere Liebe zu Tarte au Chocolat

Wie ihr wisst, hatten mein Mann und ich eine kleine Coronahochzeit. Bis auf den eigenen Haushalt durfte keiner mit zum Standesamt und auch eine Feier konnte nicht stattfinden. So kam es, dass ich am Tag vor unserer Trauung selbst einen Hochzeitskuchen für uns buk: eine Tarte au Chocolat.

Der Vorteil dieses leckeren französischen Kuchens ist, dass er immer gelingt und auch am nächsten Tag noch sehr saftig ist. Zudem kann man ihn immer wieder leicht variieren und so für viel Abwechslung auf der Kaffeetafel sorgen. Kein Wunder, dass er so der perfekte Hochzeitskuchen für uns war.

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Tadaaa: Sie steht – unsere neue Küche

Die neue Küche steht seit etwas über einer Woche und wir haben es uns so richtig gemütlich gemacht. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie wir es vorher ohne diese Großzügigkeit ausgehalten haben. Obwohl es durchaus riskant war, die neue Küche während eines Lockdowns fast ungesehen zu kaufen, war es wirklich die beste Entscheidung überhaupt und ich bin froh, dass wir diesen Schritt gewagt haben. 

Ein offenes Küchenregal mit Teekanne, Teetasse und einem Kochbuch mit dem Titel "Paris in meiner Küche"
Paris in meiner Küche – zumindest wenn es um köstliche Mahlzeiten geht.
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Das teure Corona-Studium

Am 1. April startete an Universitäten das 3. sogenannte Coronasemester und ich in mein 4. Mastersemester. Der Master in Germanistik ist in der Regelstudienzeit auf vier Semester angelegt. Allerdings habe ich mich gezwungenermaßen dafür entschieden, tatsächlich auf fünf Semester zu erweitern, da es aufgrund der Coronapandemie (für mich) unmöglich wurde, in der tatsächlichen Regelstudienzeit den Abschluss zu erlangen. Für viele bedeutet eine Verlängerung des Studiums jedoch nicht nur einen verspäteten Start ins Berufsleben, sondern vor allem höhere Kosten.

Während der Coronakrise wurden wir Studierende vergessen

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Verschwenderische Genügsamkeit

Verschwenderische Genügsamkeit. Was für ein Wortpaar. Als ich es das erste Mal gegenüber einem Freund erwähnte, war seine erste Reaktion: Ein Oxymoron.

Das Oxymoron

Von einem Oxymoron spricht man bei einer Zusammenstellung zweier sich widersprechender Begriffe. Wir sind alle schon einmal darüber gestolpert. In der Schule, im Studium, in der Werbung oder, wenn wir eine Bestellung bei unserem Lieblings-Asiaten getätigt haben: „Einmal Hühnchen Süß-Sauer, bitte.“

Und natürlich scheinen auch die Begriffe Verschwenderisch und Genügsamkeit im ersten Moment nicht zusammenzupassen.

Unter Genügsamkeit verstehen viele nicht nur Bescheidenheit, und eine zurückhaltende Verhaltensweise, sondern auch Enthaltsamkeit und den Verzicht auf bestimmten Genuss. Im krassen Kontrast dazu steht die Verschwendung. Gerade in der heutigen Zeit hat dieser Begriff einen negativen Beigeschmack und steht für das leichtfertig und allzu großzügige Verbrauchen von Geld, Sachen und Ressourcen.  Wer einen verschwenderischen Lebensstil pflegt, der lebt überaus reichhaltig und üppig. Also, wie passen diese zwei Begriffe zusammen?

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Nenn mir dein Label – Wohnst du noch oder lebst du schon?

Jeder, der sich auch nur im Entferntesten mit Einrichtung(sstilen) beschäftigt, kam in den letzten Jahren nicht am Minimalismus, Japandi, Skandi, Industrial und Boho vorbei. Auf Instagram, in Einrichtungsshows wie Dreamhouse Makeover bei Netflix und bei Interieur-YouTubern sahen wir schöne, aufgeräumte und minimalistische Wohnungen, die sich lediglich in der Farbauswahl und den Accessoires unterschieden (und manchmal nicht einmal das). Manchmal erwischte ich mich dabei, wie ich durch Instagram scrollte und mich irgendwann fragte, ob ich das Bild nicht schon einmal gesehen habe, weil sich vieles so sehr ähnelte. 

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Zeitmanagement: Soll-Ist-Liste

Jeder Tag hat 24 Stunden. Genügend Zeit, um die Stunden auf Schlafen, Freizeit und Arbeiten gerecht aufzuteilen. Sollte man jedenfalls meinen. In der Realität sieht es oft anders aus. Man nimmt sich eine Menge vor und am Ende des Tages hat man nur einen kleinen Teil seiner Aufgaben geschafft und fragt sich: Wo ist die Zeit nur hin? Eine Soll-Ist-Liste hilft dabei, seine Wahrnehmung über die Zeit mit der Realität in Einklang zu bringen und so, seine Zeit besser einzuteilen.

Was ist eine Soll-Ist-Liste?

Eine Soll-Ist-Liste hat mir zu Beginn meines Studiums und meiner Homeoffice-Zeit sehr geholfen, meine Zeit sinnvoll und produktiv zu planen. Es handelt sich dabei um ein Selbstbeobachtungs-Tool. Die Liste ist – einfach gesagt – nichts anders als ein Stundenplan, der für jeden Wochentag zwei Spalten vorsieht.

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Schwanger während der Coronakrise [Gastbeitrag]

Hallo ihr Lieben,

das ist jetzt mein 2. Blogeintrag auf zeitistrelativ.com.

Ich habe im Frühjahr letzten Jahres über Möglichkeiten für Dates während der Coronakrise geschrieben und vielleicht den ein oder anderen auch Ideen für Zeit mit dem Partner/der Partnerin gegeben.

Nun möchte ich euch einen Einblick geben, wie es ist schwanger zu sein, während der Coronapandemie.

Was alles fehlt

Zuallererst kann man sagen, es ist definitiv anders. Das fängt schon damit an, dass beim Frauenarzt keine Begleitung mitgebracht werden darf, selbst wenn es der werdende Vater ist. Das ist gerade bei dem ersten Ultraschall, wo man die Herztöne des Babys hören kann, natürlich traurig und schade. Ich kann meinen Mann lediglich davon erzählen, aber das ist nicht dasselbe als mit dabei gewesen zu sein und dieses Wunder selbst miterleben zu können. Gerade es meine erste Schwangerschaft und unser erstes Kind sein wird, ist dies natürlich umso trauriger.

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Repost: März-Challenge: Kampf dem Plastikmüll [mit Gewinnspiel!] — Mini.Me.

Moni von minime.life hat im März zu einer sehr ambitionierten Challenge aufgerufen: Im März reduzieren wir gemeinsam unseren Plastikmüll! Als Anreiz gibt es sogar ein Gewinnspiel. Wer es schafft, im gesamten März den wenigsten Plastikmüll zu produzieren, gewinnt das Buch „Das Plastiksparbuch von Smarticular„.

Ich persönlich halte das für eine großartige Challenge und bin daher sehr gerne dabei! Aber klickt selbst einmal auf ihren Blog!

Auf Instagram läuft seit einigen Wochen eine Storyaktion, in der es um Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht. Besonders beeindruckt hat mich vor ein paar Tagen der Beitrag von Plastiksparen. Petra Kress gibt mit ihrer Initiative zur Vermeidung von Plastik im Alltag wertvolle Tipps zur Reduzierung von Plastikmüll und hat im Rahmen der Storyaktion gezeigt, wieviel Plastikmüll…

März-Challenge: Kampf dem Plastikmüll [mit Gewinnspiel!] — Mini.Me.

Wir planen eine neue Küche – die Planung

Unsere kleine Küche (Freunde nennen es liebevoll „Frankfurter Modell“) stellte uns vor ganz besondere Herausforderungen bei der Planung. Dass wir auch noch eigene Elektrogeräte mitbrachten, sorgte für weitere Komplikationen. Und auch der Lockdown mit geschlossenen Möbelhäusern verhinderte ein „Sehen und Mitnehmen“. Aber nachdem wir uns entschlossen haben, uns davon nicht beirren zu lassen, haben wir uns an die Planung gemacht. 

Der Schwede mit 4 Buchstaben

Natürlich haben wir zunächst einmal bei dem Möbelhaus mit den 4 Buchstaben geguckt. Dort gibt es einen Küchenplaner, mit dessen Hilfe man seine Küche in 3D planen kann. Die Handhabung ist denkbar einfach. Man startet das Programm, gibt seine Raumform ein, fügt Fenster, Türen, Fußböden, Raumelemente und Installationen ein und – naja, Tetris. Per einfachem Drag & Drop kann man Küchenschränke, Elektrogeräte und Küchenzubehör einfügen. Dank der 3D-Ansicht kann man sich seine fertige Küche auch direkt angucken. Der Preis wird in der Artikelliste angezeigt. 

Eine weitere Möglichkeit, welche die Planung einer Küche bietet, ist ein unverbindliches Angebot, dass man nach der Beantwortung einer Fragestrecke zugeschickt bekommt. In insgesamt sieben Schritten wird abgefragt, welche Küchenform man sich vorstellt, wie viele Personen im Haushalt leben, was man in der Küche so kochen will und welchen Stil man bevorzugt. Ganz am Ende wird das Budget erfragt. 

Bei dem unverbindlichen Angebot bekommt man innerhalb der nächsten zwei Werktage eine Mail mit einem Entwurf. Ehrlich gesagt war ich von dem Resultat der Planung sehr enttäuscht. Positiv hier war jedoch, dass in der Mail, anders als beim Online-Küchenplaner, auf die Zusatzkosten für die Lieferung und die Montage hingewiesen wird. Bei uns hätten sich diese auf zusätzliche 1.299,- € summiert. Eventuell vorhandene Elektrogeräte bzw. die Spüle baut der Anbieter aus Gewährleistungsgründen ebenfalls nicht ein. Warum Kleinteile bei diesem Anbieter so wahnsinnig günstig sind, wurde uns spätestens jetzt klar – es handelt sich um eine Mischkalkulation mit dem zusätzlich erzeugten Eindruck, dass auch die Küchen günstig seien.

Sowohl beim Küchenplaner, als auch beim unverbindlichen Angebot per Mail werden Rückfragen bzgl. des Entwurfs in einem (Online)Termin geklärt. 

Das Möbelhaus – eine Küche vom Traditionshaus

Wir wollten es allerdings nicht beim Schweden belassen und haben in unserem Freundeskreis nachgefragt, wo sie ihre Küchen gekauft haben. Bei zwei Bekannten, die eine sehr schöne Küche haben, lautete die Antwort auf ein Traditionsunternehmen mit Sitz im Ruhrgebiet. Also haben wir auch dort einen Termin vereinbart. 

Anders als der Schwede bietet dieses Haus keinen 3D-Baukasten auf ihrer Website an. In einem direkten Gespräch mit einem Experten wird dagegen nach und nach eine 3D-Ansicht des Resultats angefertigt. Aufgrund des Lockdowns führten wir das Gespräch über Zoom. 

Unser Küchenexperte war überaus nett und hat uns intensiv nach unseren Vorüberlegungen gefragt. Zudem ist er mit uns (via Kamera) im Küchenstudio hin und her gelaufen, hat uns die Elektrogeräte gezeigt, ist auf unsere Wünsche und Bedenken eingegangen und hat uns innerhalb von 2 Stunden eine sehr schöne Küche zusammengestellt. Auch die Elektrogeräte werden angeschlossen – lediglich die Spüle bzw. alle Geräte mit Wasseranschluss, die nicht vom Anbieter selbst kommen, müssen wir oder ein Klempner anschließen. Dafür sind die Montage und die Lieferung inklusive.  

Das Gespräch hat uns so überzeugt, dass wir sofort zugesagt haben. Der Kaufvertrag ist unterschrieben und auch der Handwerker fürs Aufmaß war schon da. Wenn alles gut geht, kommt unsere Küche noch in diesem Frühjahr. 

War es das? 

Damit ist das Thema Küche jedoch noch nicht abgeschlossen. Die alten Schränke und Elektrogeräte müssen natürlich raus. Das machen wir erst kurz bevor die neue Küche geliefert und montiert wird. Außerdem haben wir als wir damals eingezogen sind, aus Zeitgründen die Wände in der Küche nicht gestrichen. Zwar sind sie hell verputzt, aber ab und zu sieht man den Mörtel gelblich durchschimmern. Das ist also die Gelegenheit, endlich zu streichen. Allerdings konnte ich mich bislang noch nicht für eine Farbe entscheiden – nur der Hersteller ist sicher: Ein Brite. Das Traditionsunternehmen bietet zeitlose Farben, die weitgehend auf historische Farbpaletten und Archiven basieren, sind satt pigmentiert, super chic und umweltverträglich. 

Das Bild zeigt mehrere bunte Tulpen sowie eine aufgeschlagene Farbpalette eines britischen Herstellers

Außerdem muss vorher noch der Elektriker kommen um eine Stromleitung für den Ofen neu zu legen und ich möchte auch noch individuelle Regale an die Wand. 

Es bleibt also spannend.