Ich werde zufrieden sein

Im vergangenen Jahr haben drei unterschiedliche Menschen zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt etwas zu mir gesagt, was eine Weile gebraucht hat, bis ich es wirklich verstanden habe.

Das erste Mal sagte es der Ehemann meiner besten Freundin zu mir. Das war so ungefähr im Juli. Wir saßen auf ihrem Sofa und aßen indisches Take-away. Den genauen Zusammenhang weiß ich nicht mehr, aber er erzählte, dass ihm eine Erkenntnis sehr geholfen hat: Es hilft einem nicht, nach links und rechts zu gucken um sich mit anderen zu vergleichen. Dadurch wird man nicht glücklich. Es wird immer Menschen geben, die es besser haben. Man muss mit seinem eigenen Leben, seinen eigenen Ansprüchen und seinen eigenen Fehlern zurecht kommen.

Ein paar Monate später zog sich ein von mir sehr geschätzter Blogger völlig aus den Sozialen Medien zurück. Zuvor war er schon „kürzer getreten“ und meinte, allein das hätte ihm schon sehr geholfen, wieder so einiges ins rechte Licht zu rücken und klarer zu sehen.

In der Adventszeit war ich mit meinen Mädels beim traditionellen Weihnachtsbrunch und auch sie erklärten, dass sie aufgehört haben, sich mit anderen zu vergleichen bzw. darauf zu achten, was andere machen und wie andere ihr Leben leben.

Der einzige Mensch, mit dem man sich vergleichen sollte, ist der, der man gestern war. 

Für 2019 habe ich mir vorgenommen, zufriedener zu sein. Zufriedener mit der Welt, mit meinem Umfeld und zufriedener mit mir! Und dafür trete ich einen Schritt zurück. Ich werde mehr Zeit mit meinem Herzmann, meinen Freunden und mehr Zeit mit mir selbst verbringen. Insbesondere das Social Media wird bei mir in den Hintergrund rücken. Ich werde öfters lachen und auch hemmungslos weinen – wenn mir danach ist. Ich werde meine Träume verfolgen und mich nicht damit zufrieden geben, darüber zu jammern, dass sie nicht in Erfüllung gehen. Ich werde mich selbst fordern ohne zu überfordern. Und ich werde die Menschen aus meinem Leben verbannen, die mir nicht gut tun. Und ich akzeptiere meine eigene Familie – die zwar nicht bluts- aber dafür seelenverwandt ist. Und ich werde niemanden mehr zur Konkurrenz erklären, der eigentlich gar keine Konkurrenz ist.

Für 2019 gilt, frei nach dem Gelassenheitsgebet des US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr:

Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Gib mir die Kraft, einen Tag nach dem anderen zu leben,
einen Moment nach dem anderen zu genießen.
Gib mir die Stärke darauf zu vertrauen, dass ich es richtig machen werde
und wenn nicht, dies zu erkennen um es zu ändern.

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