Wieso ich von einem Leuchtturm 1917 auf ein Filofax Clipbook umgestiegen bin

Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

Vincent van Gogh

Im August wechselte ich von meinem Leuchtturm 1917 auf ein Filofax Clipbook und teste damit, ob das Ringbuch-Planer-System für mich passend ist. Gerade das #MinimalPlanner-System machte es für mich spannend und ich stellte mir vor, wie ich mit so einem Ringbuch meine Produktivität steigern könnte. Zudem dachte ich, so ein Ringbuch wäre „erwachsener“ als ein klassisches Bullet Journal und meiner neuen beruflichen Stellung angemessener. Aber war es das wirklich?

Mein Filofax Clipbook-System

Das Filofax Clipbook:

Aus nostalgischen Gründen entschied ich mich im Juli für ein Filofax Clipbook in A5 (petrolblau). Das System wird mit mehren Special Features angepriesen:

  • flexible Kapazität – Umfang passt sich der Menge an Einlagen an
  • liegt flach auf und kann vollständig umgeklappt werden
  • Platz im Buchrücken für ein Schreibgerät  
  • auch kompatibel mit allen Einlagen
  • Ringe bieten sich für das Einhängen von Charms, Schlüsseln oder Ähnlichem an
  • Einband aus Kunstleder und damit vegan.

Die Special Features werden bis zu einem gewissen Punkt eingehalten. Das Clipbook liegt flach auf und ist damit ungemein praktisch. Allerdings ist es nur vollständig umklappbar, wenn es mit wenigen Seiten gefüllt ist. Hat man – so wie ich – eine Vielzahl an Einlageblätter eingeheftet, ist es nicht mehr möglich, das Clipbook vollständig umzuklappen, ohne dass sich die Ringe öffnen.

Meine Inserts

Das Clipbook kommt zwar mit einem undatierten Kalender und einer Auswahl an Notizpapier, allerdings keines, das mir spontan zugesagt hätte. Auch bevorzuge ich dickeres, cremefarbenes Notizpapier. Was nicht dabei war, war ein Register. Also musste ich mich selbst um passende Einlagen und ein Register kümmern.

Meine Inlays

Schon seit Jahren bewundere ich die Printables von Crossbow Printables. Der Shop bietet eine Vielzahl an Bundles an, aber auch einzelne Seiten. Ich habe mich für folgende Printables entschieden:

  • Goal Breakdowns
  • Monthly Planner
  • Monthly Overview
  • Wedding Planner
  • Week on One Page

Im Wedding Planner sind zudem mehrere Seiten, die rein organisatorisch sind und daher auch anderweitig verwendbar sind. Zudem habe ich eine kleine Wunschliste für den nächsten Cyber Monday. Als Blätter habe ich mir bei Amazon ein Set champagnerfarbener, punktkartierter Seiten bestellt, die allerdings nicht ganz DIN A5 sind.

Mein Register

Um mir ein passendes Register zu basteln, habe ich auf einen Motivblock zurückgegriffen und mir die einzelnen Seiten selbst zugeschnitten. Gelocht habe ich mit einer Ein-Loch Lochzange mit einem Lochdurchmesser von 6 mm. Zugegeben, die Löcher sind etwas groß.  

Zudem hatte ich von unserer Hochzeit noch Pergamentpapier übrig, das, zurechtgeschnitten, hervorragende Dividers abgibt.

Mein System

Kalender

  • Monthly Planner
  • Monthly Overview
  • Week on One Page
  • Rapid Logging

Samstag bzw. Sonntag ist immer mein Planner-Tag. Ich nutze die Zeit, um meine Inlays für die kommende Woche zu drucken und die vergangenen Tage zu reflektieren. Was funktionierte gut, was weniger gut?

Am Anfang des Montags drucke ich den Monthly Planner sowie den Monthly Overview und trage die wichtigsten Termine und To-Dos ein. Wöchentlich kommt ein Week on One Page dazu. Bei den täglichen To-Do’s, Notizen oder dergleichen greife ich auf das Rapid Logging-System von Caroll Ryder zurück. Der Vorteil ist, dass in Wochen, wo ich kaum tägliche To-Dos habe (ja, auch das kommt vor), keine leeren Seiten habe.

Studium

  • Overview
  • Assignments
  • Weekly Agenda
  • Goal Breakdowns
  • Projektplan für Hausarbeiten

Um mein Masterstudium auch neben meinem Beruf zu rocken, habe ich auch ein paar Seiten extra hierfür reserviert. So habe ich einen Überblick über alle zu belegenden Veranstaltungen angelegt, die ich abhaken kann, sobald ich eines davon abgeschlossen habe. Zudem ist darauf eine Übersicht meine Credit Points und meiner Noten.

Um meine Aufgaben für die einzelnen Seminare im Überblick zu behalten, habe ich eine Assignments-Seite, auf der ich – wie in einem Hausaufgabenheft – inkl. Seminarzugehörigkeit und Abgabetermin eintrage.

Die Weekly Agenda beinhaltet all meine wöchentlichen Seminare. Dank des Hybrid-Semesters liegen auch einige Seminare während meiner Arbeitszeit und ich kann mein Studium in der Regelstudienzeit abschließen.

Im Goal-Breakdown notiere ich meine Ziele für jedes einzelne Seminar. In einigen ist nur ein Beteiligungsnachweis zu erlangen, in anderen brauche ich eine Abschlussprüfung. Um die jeweiligen Voraussetzungen zu erfüllen, notiere ich dort ebenfalls die Action Steps sowie meine angepeilte Note.

Meine Collections

  • gelesene Bücher
  • Liste 100 essenzieller Bücher
  • Zitate aus Büchern
  • Projektplan für die Umgestaltung unserer Wohnung
  • Instagram-Planer
  • Diverse Listen
  • Platz für Notizen

The Wedding Planner

  • Übersichtsseite
  • Kontakte
  • Bestätigte Gästeliste
  • 2x Monatsplaner
  • Weekly-Planner
  • Zeittafel für den Hochzeitstag
  • Sketches
  • Ideas
  • To Make
  • To-Do’s
  • Stationery Planner
  • Wedding-Decor-Planner
  • The Music
  • Wedding Vendors
  • Seating Plan
  • Table Layout
  • mehrere Budget-Seiten: Breakdown, Master Budget, Wedding Expenses, Payment checklist, to buy
  • The Honeymoon

Da wir allerdings immer noch nicht wissen (können), wann unsere Freie Trauung nächstes Jahr stattfindet, ist dieser Plan zurzeit weniger in Nutzung, als ich gerne hätte.

Fazit

An sich bin ich von dem Ringbuch-System begeistert. Gerade die Möglichkeit, vorgefertigte Layouts zu verwenden, macht das ganze System für mich sehr anpassungsfähig. Zudem kann ich so mein persönliches ästhetisches Empfinden umsetzen, ohne selbst in Übermaßen kreativ tätig zu werden, was mir sehr viel Zeit erspart. Außerdem kann ich den Stil jederzeit ändern und anpassen. Inlays, Dividers und so weiter können ausgetauscht und ersetzt werden.

Allerdings bin ich vom Clipbook nicht ganz überzeugt, da es doch viel zu sehr an ein normales Ringbuch erinnert und nicht den Charme eines klassischen Filofax versprüht.

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