Vorsätze vs. Ziele

Ziele vs. Vorsätze: Wieso nur eines davon dich wirklich voranbringt

Was für eine Tradition: Anfang des Jahres werden hochmotiviert neue Vorsätze gefasst, die Mitte Januar schon vernachlässigt und Ende Februar aufs nächste Jahr aufgeschoben werden. Mir ging es nicht anders und so habe ich mich entschlossen, mich dieses Jahr auf meine Ziele zu konzentrieren, anstatt lediglich Vorsätze zu formulieren. Daher: Ziele vs. Vorsätze und wieso nur eines davon dich wirklich voranbringt!

Ziele vs. Vorsätze:

Als erstes will ich kurz einmal den Unterschied zwischen gut formulierten Zielen und Vorsätzen aufzeigen.

Vorsätze:

  • haben keine Deadline und/oder kein messbares Ziel. Sie sind schwammig: „Ich werde abnehmen.“
  • bleiben vage und haben keinen konkreten Handlungsaufruf: „Ich werde eine bessere Person sein.“
  • sind oftmals so formuliert, dass sie eher einem Wunsch gleichen und unrealistisch zu erreichen sind: „Ich werde schuldenfrei sein.“

Ziele:

  • sind messbar und haben einen zeitlichen Rahmen: „Bis Ende Juni möchte ich 5kg abnehmen.“
  • haben einen realistischen Handlungsplan: „Einmal im Monat werde ich ehrenamtlich bei der Tafel helfen.“
  • sind gut durchdacht und realistisch zu erreichen: „Ich werde meine laufenden Kosten überprüfen, ein Haushaltsbuch führen und monatlich 100 € sparen.“

Fazit

Der Unterschied von Vorsätzen und Zielen ist also, dass es bei Vorsätzen an konkreten Umsetzungsplänen fehlt, während bei Zielen die einzelnen Handlungsschritte konkret formuliert sind.

Wie plane ich meine Ziele für 2021?

Grundsätzliches

Meine Ziele für 2021 müssen SMART sein:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminiert

Ein Beispiel

Eines meiner Ziele ist es, bis Ende des Jahres meinen Master of Arts in Germanistik zu haben. Damit ist das was (M.A.) und wann (31.12.2021) schon einmal festgelegt.

Aber richtig messbar ist der Weg dahin nicht. Ich greife also in die Instrumentenkiste des Projektmanagements.

Die Salami-Taktik

Größere Ziele bedingen immer kleinere Zwischenschritte. Ich zerhacke also das große Ziel – in diesem Bild die Salami – in kleinere Portionen.

Um meinen Master zu bekommen, muss ich noch 2 Hausarbeiten und 1 Klausur schreiben, 1 mündliche Prüfung ablegen, sowie 6 CP in einem Wahlpflichtbereich sammeln. Dazu kommen der Besuch eines Masterkolloquiums und das Schreiben der Masterarbeit.

Auch diese Etappen müssen terminiert werden. So muss z.B. meine Masterarbeit spätestens am 30. September abgegeben werden, damit die beiden Korrektor*innen genügend Zeit haben, sie noch in diesem Jahr zu benoten. Beim Prüfungsamt muss sie dementsprechend schon Mitte/Ende Juni angemeldet werden.

Zeitliche Rahmen setzen

  • Januar: Abgabe der Hausarbeit in Literaturwissenschaft
  • Februar: die mündliche Prüfung sowie eine Klausur für den Wahlpflichtbereich
  • März / April: Schreiben der zweiten Hausarbeit in Literaturwissenschaft
  • Mai: Vorbesprechung der Masterarbeit
  • Juni: Anmeldung der Masterarbeit
  • Juli: Schreiben einer Klausur für den Wahlpflichtbereich
  • JuliSeptember: Schreiben der Masterarbeit
  • September: Abgabe der Masterarbeit.

Ziele Check:

Wenn man seine Ziele so unterteilt und terminiert hat, ist es ersichtlicher, ob das Gesamtziel auch realistisch ist – oder der Plan ggfls. angepasst werden muss. Da ich nun auf einen Blick sehe, welchen Arbeitsaufwand ich voraussichtlich monatlich habe, kann ich meine Termine darauf abstimmen und mir so wertvolle Zeit für meinen Abschluss nehmen. Auch bei der Arbeit kann ich das berücksichtigen und z.B. im September für die Endphase meiner Masterarbeit jetzt schon zwei Wochen Urlaub einplanen. Meinen Terminplan für die wichtigsten Klausuren teile ich übrigens mit meinen Kolleg*innen und kann so auch mit ihnen eventuelle Urlaubs- oder Gleittage abstimmen.  

Fazit:

Die Strategie, seine Ziele SMART zu formulieren und mit der Salami-Taktik handhabbar zu unterteilen, kann man natürlich auch auf andere Ziele anwenden. Ob es nun der Verlust der Coronapfunde ist, oder der Stapel ungelesener Bücher, der seit geraumer Zeit darauf wartet, gelesen zu werden. Konkrete Formulierungen helfen, sich selbst täglich zu motivieren und nicht schon nach kurzer Zeit an unpräzisen Vorsätzen zu scheitern.

Nun werft einen Blick auf eure Vorhaben für 2021. Habt ihr euch für dieses Jahr Ziele oder Vorsätze gesetzt?

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