Sherry-Trifle

Meine beste Freundin hat auch dieses Jahr ihren Geburtstag mit einer Silvesterparty gefeiert – und weil sie 30 wurde und die 20er Jahre nun beginnen, wurde es eine The Great Gatsby-Party. Jeder Gast brachte etwas zu Essen mit und ich machte einen Sherry-Trifle. Das Rezept habe ich noch von meiner Mutter. Ihre beste Freundin war Britin und nach einem Besuch bei ihr kam meine Mutter mit diesem sehr einfachen Rezept wieder und überzeugte damit danach auf jeder Feier. Klar, dass ich das von ihr übernommen habe.

Zutaten:

  • süßer Sherry (ein guter Schluck – oder zwei)
  • Vanillepudding (500 ml bei einer kleinen Portion)
  • Eischnee (aus 4 Eiern)
  • Zucker (300 g)
  • gefrorene Himbeeren (250 g)
  • Löffelbiskuit (100 g)
  • ein paar Tropfen Zitronensaft

Variation:

Als Variation kann man den Sherry durch einen Apfel-, Granatapfel- oder Orangensaft ersetzen und den Trifle so kinderfreundlich machen. Auch die Himbeeren können durch Waldbeeren oder Kirschen getauscht werden. Der Profi nimmt statt Vanillepudding auch Custard, eine englische vanillepuddingähnliche Süßspeise.

  1. Zuerst 4 Eier trennen und das Eiweiß zu einem sehr steifen Eischnee schlagen. Dann ein paar Tropfen Zitronensaft hinzugeben und weiter aufschlagen. Nun 100 g Zucker nach und nach kräftig einschlagen, bis der Eischnee schnittfest ist. Nun weitere 100 g in einem Rutsch mit kräftigen Schlägen einrühren, bis die Masse schön glänzend ist.
  2. Die Eischneemasse entweder mit zwei Löffeln häufchenweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, oder mit einer Tortenspritzkanüle auftragen (oder wie das Ding heißt). Bei 100 Grad ca. 60-90 Minuten im Ofen bei Ober-Unterhitze trocknen lassen.
  3. Eine Auflaufform mit den 100 g Löffelbiskuit auslegen und einen kräftigen Schluck (oder zwei) süßen Sherry dazugeben. Wer mag, kann nun auch noch die restlichen Spekulatius darüber streuen, oder andere Kekse, die dringend weg müssen.
  4. In einem Topf die Himbeeren mit ca. 50-70 g Zucker erhitzen und kurz aufkochen. Die Masse auf die Kekse geben.
  5. Den Pudding nach Packungsanweisung kochen und auf die Himbeermasse geben. Mit einer Schicht Frischhaltefolie abdecken, um Hautbildung zu vermeiden. Danach den Trifle abkühlen lassen.
  6. Die fertigen Baisers aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Mit einem Flambierbrenner leicht flambieren und auf den Pudding setzen.
  7. Wer mag kann nun auch einen Hauch Schokosoße oder geröstete Nüsse darüber geben.

Paprika-Steak-Pfanne

Nicholas und ich nutzen zurzeit jede Gelegenheit, um zusammen zu kochen. Wir genießen diese gemeinsame Zeit, reden über unseren Tag und trinken dabei einen Schluck leckeren Weißwein. Ganz nebenbei probieren wir so neue Rezepte aus oder entwickeln uns bekannte Rezepte weiter. Diese Zweisamkeit bedeutet uns sehr viel.

Paprika-Steak-Pfanne

Zutaten:

  • 3 Paprika
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 350 g Rinderminutensteaks
  • 50 ml. konzentrierte Gemüsebrühe
  • etwas Maggi
  • 1 EL geriebener frischer Ingwer
  • 1 EL Honig
  • Salz / Pfeffer
  • 125 g Naturreis
  • 2 TL (Knoblauch)Öl
  • 1 TL Stärke

Zubereitung:

  1. Den Reis nach Packungsanleitung kochen.
  2. Die Gemüsebrühe mit etwas Maggi, Stärke, Honig und dem geriebenen Ingwer verrühren.
  3. Die Paprika in Streifen und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Im Wok (oder einer hohen Pfanne) mit einem TL Öl bei großer Hitze unter ständigem Rühren anbraten.
  4. Die Paprika auf einen Teller geben. Den 2. TL Öl in den Wok geben, das in Streifen geschnittene Rindfleisch dazu geben und unter ständigem Rühren für ca. 2-3 Minuten anbraten.
  5. Das Gemüsebrühe-Ingwer-Gemisch dazu geben und solange rühren, bis das Rindfleisch vollständig benetzt ist.
  6. Nun die Paprika dazu geben und noch einmal kurz garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Mit dem abgeschütteten Reis servieren.

Wir tranken dazu einen Grauburgunder von Metzger. Sehr klarer, typischer Grauburgunder, der gut zu dem asiatischen Gericht passt.

Winterauflauf

Liebe geht durch den Magen. Das sagt jedenfalls meine Großmutter und besteht darauf, dass mein Großvater einmal in der Woche kocht. Nicholas und ich berücksichtigen diesen Rat – und kochen gemeinsam. Dabei versuchen wir auch den Jahreszeiten entsprechend zu kochen und die Zutaten zu verwenden, die es aktuell frisch aus der Region gibt. Zwar gelingt es uns noch nicht immer, aber wir arbeiten daran und es gelingt uns immer besser.

Diesmal gab es einen Winterauflauf mit Spitzkohl, Hack und Schupfnudeln.

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Spitzkohl
  • 500 g Hack
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Saure Sahne
  • 500 g Schupfnudeln
  • 50 g geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, Öl

Zubereitung:

  1. Das Hack in 1 El Öl krümelig anbraten und kräftig würzen.
  2. Die gewürfelte Zwiebel für ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze mitbraten.
  3. Den geputzten und in Streifen geschnittenen Kohl dazu geben und zugedeckt für ca. 8 Minuten mitdünsten.
  4. Den Spitzkohl mit 250 ml Brühe ablöschen. 2 EL Saure Sahne dazu geben und mit Kümmel abschmecken.
  5. Die Schupfnudeln dazu geben und ordentlich vermengen
  6. Das Schupfnudel-Hack-Kohl-Gemisch in eine Auflaufform geben, mit Käse bestreuen und für ca. 20 Minuten bei 200° C im Ofen (Ober-unter-Hinter) überbacken lassen.

Chia-Marmelade

Ein Blick auf die Zutatenliste bei Marmelade ist schnell ernüchternd. Der Zuckeranteil liegt oft zwischen 35 bis 60 % und dementsprechend ungesund ist das ganze dann auch. Aber ich möchte auf mein Marmeladen-Toast am Morgen nicht verzichten. Daher habe ich nach einer gesunden Alternative gesucht und bei Pinterest gefunden. Der große Vorteil ist, dass das Rezept auch sehr einfach ist und nur eine minimalistische Zutatenliste hat.

Zutaten:

  • 200 g (tiefgekühlte) Früchte
  • 2 EL Chia-Samen
  • 1 EL Honig
  • 1 cl Berentzen-Apfel (optional)

Zubereitung:

  • Die (aufgetauten) Früchte werden kurz aufgekocht und mit der Gabel zerdrückt oder püriert.
  • Nach dem Auskühlen 2 EL Chia-Samen und 1 EL Honig dazu geben und gut verrühren.
  • Wer mag, kann noch 1 cl Berentzen-Apfel hinzugeben
  • Über Nacht quellen lassen.

Das Ergebnis ist sehr lecker und die Chia-Samen gleichen in der fertigen Marmelade den Kernen von Himbeeren. So überzeugt sie auch Skeptiker.

Zupfbrot zur Weihnachtsfeier

Gestern war bei uns im Betrieb die Weihnachtsfeier und traditionell backe ich etwas.

Dieses Jahr hab ich mich für Zupfbrot entschieden.

Zupfbrot

Das Rezept ist furchtbar einfach und das Ergebnis extrem lecker.

Man mache einen Hefeteig (oder kaufe einen im Supermarkt 😉 )
Dann schmilzt man 110 g Butter, schöpft etwa eine halbe Espressotasse ab und stellt sie zur Seite.  Den ausgerollten Heftig bepinselt man kräftig mit der geschmolzenen Butter.
Nun nimmt man 90 g braunen Zucker und 3 TL Zimt und mischt das mit der Butter und bestreicht damit den Hefeteig.
Der Teig wird dann in Quadrate geschnitten und in einer Königsform geschichtet. Die Espressotasse Butter wird über das Gebilde gegossen und alles kommt bei 200° C für 20 Minuten in den Backofen. Kurz auskühlen lassen – fertig.

Bratapfellikör

Letztes Jahr habe ich als Weihnachtsgeschenk für meine Familie einen Bratapfellikör gemacht. Der kam so gut an, dass ich gebeten wurde, dieses Jahr in Großproduktion zu gehen und sie am ersten Advent auf einem kleinen Weihnachtsmarkt zu verkaufen.

Zutaten:

  • 1 Kg Äpfel (Braeburn)
  • 300 g brauner Zucker
  • 3 Zimtstangen
  • 2/3 Anis
  • 1 Zuckerstange
  • 2 Flaschen Wodka

Zubereitung:

  • Die Äpfel entkernen, in Spalten schneiden, mit Zucker bestreuen und bei 180 Grad im Backofen garen bis sie fast zerfallen.
  • Die Äpfel in ein dunkles Gefäß geben und mit dem braunen Zucker, Anis, Zimt, Vanillemark vermengen. Mit Wodka auffüllen.
  • Für ca. 5-8 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.
  • Falls sich der Zuckern nicht ganz gelöst hat, einfach kurz erwärmen (nicht kochen!), durch ein Sieb oder Stofftuch klären und in Flaschen abfüllen.
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