Das erste digitale Semester: Uni-Seminare via Videokonferenzen

Es scheint, als bliebe das Sommersemester ein reines digitales Semester. Neben den täglich anfallenden Arbeiten finden an vier Wochentagen Seminare und Vorlesungen statt. In der fünften Vorlesungswoche dieses außergewöhnlichen Semesters sind Seminare via Videokonferenzen nicht mehr ganz so ungewohnt und ich gehe mittlerweile sehr viel entspannter mit diesem neuen Medium um.

Der soziale Kontakt

Es tut gut, so seine Kommilitonen und Dozenten zu sehen und zu hören, auch wenn dies nicht den normalen zwischenmenschlichen Kontakt ersetzen kann. Es geht in der Kommunikation, die persönlich schon schwierig genug ist, zu viel verloren. So fehlt einfach der direkte Austausch mit den Kommilitonen im Online-Seminar schon sehr. Oder auch nur das kurze Spicken beim Nachbarn, die kurze Frage an den Gegenüber, das Sitzen auf harten Stühlen im Seminarraum… Okay, letzteres vermisse ich nicht.

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#LeaveNoOneBehind [Gastbeitrag]

Mein Name ist Hannah Pohlen, ich bin 22 Jahre alt und kenne Jezzi aus unserem gemeinsamen Politikstudium an der Heinrich-Heine-Universität. Neben diesem Studium studiere ich noch Geschichtswissenschaften, arbeite als freie Mitarbeiterin in einem History Marketing Büro und interessiere mich leidenschaftlich für Backrezepte zur Kreation von Schokoladekuchen in jeglicher Form. Neben meiner Schwäche für ungesunde Kuchen 😊 beschäftigen mich vor allem die Themen Migration(-srecht), Asyl, Menschenrecht, die Beziehungen zwischen Staaten und Internationale politische Ökonomie.

Das Flüchtlingsdrama in Moria

Am 13. April 2020 habe ich mein Wissen aus dem Studium und meine Erfahrungen aus verschiedene Projektarbeiten genutzt, um kreativ eines der oft vergessenen, aber großen Themen unserer europäischen Union anzugehen – die menschenunwürdige Situation in Flüchtlingslagern vor dem Festland Griechenlands. Die Lage in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln ist katastrophal. Dort leben knapp 37.000 Menschen in Camps, die eigentlich nur für etwas mehr als 6.000 Menschen ausgelegt sind.

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Mai-Challenge: No-Shopping

Ich habe meine Finanzen und meine Altersvorsorge selbst in die Hand genommen. Es war und ist mir wichtig, dass ich finanziell unabhängig von meinem Partner bin und selbst entscheiden kann, wie ich mein Geld anlege oder ausgebe. Auch das Thema Altersvorsorge spielt seit ein paar Jahren bei mir eine wichtige Rolle. Aber noch immer merke ich, dass ich ein großes Laster habe: Das Shopping. Im Mai möchte ich diese kleine Schwäche mit einer Challenge herausfordern: No-Shopping!

Wieso nicht Einkaufen?

Hier mal ein neues Buch, das direkt auf den Stapel ungelesener Bücher wandert. Dort eine neue Bluse, obwohl man bis Mitte Juni definitiv nur im Homeoffice arbeitet. Hin und wieder 1,99 € in das Handyspiel investieren damit man gewinnt. Der tägliche Coffee-to-go auf dem Weg zur Arbeit, gekauft im Sprint um den Anschlusszug zu erwischen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man sein Geld ausgibt, ohne genau darüber nachzudenken. Und am Ende des Monats fragt man sich: Wo ist es nur geblieben?

Gerade Berufsgruppen mit wenig Einkommen, wie z.B. Studenten oder Berufseinsteiger (so wie ich) können mit ein wenig Disziplin einiges an Geld einsparen. Und ich möchte das jetzt für mich selbst ausprobieren – und euch an meiner persönlichen Challenge teilhaben lassen.

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Online-Lehre: eine neue Chance

Seit etwa einer Woche läuft das Projekt Online-Semester und die Herangehensweise der einzelnen Fakultäten und Dozenten ist ganz unterschiedlich. Das mag nun Verbesserungswürdig sein, oder auch nicht, je nachdem welcher Lerntyp man ist. Fakt ist jedoch, dass wir alle in einem großen Experiment mitwirken, wie die Lehre an einer Präsenzuni auch zukünftig digital erfolgen kann.

Denn unbestreitbar bietet sie auch Chancen. So konnte ich dieses Semester mehr Seminare belegen, als ursprünglich geplant. Einige Seminare finden nicht live statt, sondern über Aufzeichnungen oder vertonte Powerpoint-Präsentationen. Diese kann ich mir ansehen, wann immer ich möchte und Zeit habe. So kann ich ausnahmsweise auch Veranstaltungen parallel belegen, oder während meiner Arbeitszeit. Dadurch wird es – natürlich nicht nur für mich – sehr viel einfacher, das Studium neben dem Beruf zu bewältigen. Außerdem entfallen die Pendelzeiten zur Universität, weswegen ich nun auch lediglich ein Seminar pro Tag belegen konnte, was früher für mich undenkbar war. 

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Digitale Lehre

Eine Sonderbefragung des Hochschulverbandes des Stifterverbands und der Heinz-Nixdorf-Stiftung von 168 Hochschulen hat ergeben, dass knapp 90 % der Universitäten sich gut oder „eher gut“ für einen Online-Lehrbetrieb gerüstet sehen. Dann muss sich meine Hochschule unter den restlichen rd. 10 % befinden.

In diesem Semester habe ich 5 reguläre Veranstaltungen aus 3 Fakultäten belegt. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, bei der ich die Vorlesung Organisation und Personal für Nicht-Ökonomen belegt habe, lädt Videos mit vertonten Powerpoint-Präsentationen hoch. Was sich als genauso langweilig herausstellte, wie es sich anhört. Dem Dozenten fehlt eindeutig ein menschliches Gegenüber, denn monoton ist noch gar kein Ausdruck für die Qualität der Vertonung. Zudem lässt sich in der heutigen Zeit durchaus darüber streiten, wie sinnvoll Vorlesungen überhaupt noch sind.

Die Juristische Fakultät, bei der ich die Vorlesung Wirtschaftsrecht besuche, findet via Zoom-Webinar statt. Der Live-Aspekt sorgt natürlich für einige interessante Gegebenheiten. So sitzt der Dozent in seinem Homeoffice, redet 1,5 Stunden und beantwortet Fragen aus dem Chat. Alle anderen Teilnehmer bleiben verborgen und stumm. Wenigstens ist hier der Vorteil, dass ich niemandem zeigen muss, wie ich in Jogginghosen in meinem Arbeitszimmer sitze.

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Mein Brautkalender

Meine beste Freundin und Brautjungfer hat mir tatsächlich einen Brautkalender geschenkt! Es handelt sich dabei um eine Art Adventskalender für die letzten 6 Monate bis zur Trauung. Jeden Monat darf man ein Tütchen öffnen und im letzten Monat sogar jede Woche eines. In jedem Tütchen verbirgt sich eine kleine Überraschung, die dafür gedacht ist, die Freundschaft und diese besondere Zeit zu feiern. Und das beste: Bis auf die Foldback-Klammern ist er kein bisschen rosa!

Ich bin sehr über dieses großartige Geschenk gerührt und weiß gar nicht, wie ich in Worte fassen kann, wie dankbar ich meiner besten Freundin für so eine liebevolle Geste bin. Und natürlich bin ich sehr gespannt darauf, was sich in den einzelnen Tütchen verbirgt!

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Unter dem Strich

Der Jahreswechsel ist die Zeit der Neuanfänge. Traditionell holt man sich einen Zettel aus der Schublade, nimmt ein Stift und beginnt seine neuen Ziele aufzuschreiben, die man – hoffentlich – diesmal auch wirklich einhält. Mehr Sport, weniger Alkohol, ein neuer Job.

Aber diesmal steht nicht nur Silvester vor der Tür, sondern ein neues Jahrzehnt. Ich möchte diese Zeit nutzen und einmal zurückblicken: Was habe ich in den letzten 10 Jahren erreicht? Wie habe ich mich entwickelt und was sind meine persönlichen Meilensteine. Denn viel zu oft konzentrieren wir uns nur auf die Momente, in denen wir nicht stark waren, gescheitert sind oder nicht so reagiert haben, wie wir es uns eigentlich gewünscht hätten. Aber gleichzeitig haben wir Erfolge, zeigen Kraft und Ausdauer oder haben prägende Erfahrungen.

Meine 10 Meilensteine

  • Meine Ausbildung abgeschlossen.
  • Mein Abitur nachgeholt und als Jahrgangsbeste abgeschlossen.
  • Meinen Bachelor gemacht und mit den Master begonnen.
  • 10 Jahre durchgängig gearbeitet.
  • Den Beruf der Wirtschaftsredakteurin ergriffen.
  • Meinen Traummann über Twitter/Studium kennengelernt und mich verlobt.
  • Gelernt, dass ich nicht alleine bin.
  • Mich von den Menschen getrennt, die mir nicht gut taten.
  • Zwei Romane fertiggestellt (aber mich nicht getraut, sie zu veröffentlichen)
  • Kochen (lieben) gelernt.

An sich bin ich sehr zufrieden und sehr gespannt, was das nächste Jahrzehnt für meinen Verlobten und mich bereit hält. Wir haben große Pläne. Jeder für sich und wir beide zusammen. Ich bin sicher, es wird ein tolles Jahrzehnt.

7 Wochen Ohne

Morgen ist Aschermittwoch und damit Beginn der Fastenzeit. Diese sieben Wochen sind die einzige Zeit im Jahr, in der ich tatsächlich so etwas wie Durchhaltevermögen hinsichtlich meiner Nahrungszufuhr an den Tag lege. Dabei bin ich gar nicht streng gläubig. Aber während ich sonst keine drei Tage ohne Schokolade, Pasta oder Kekse auskomme, ist die Wahrscheinlichkeit es nun zu schaffen, sehr viel größer. Also nutze ich die Zeit und streiche dieses Jahr wieder alles von meinem Speiseplan, dass fest zu meinem Leben gehört.

  • Alkohol
  • Süßigkeiten und salzige Snacks
  • Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot
  • also praktisch alles, was kulinarisch Spaß macht

Allerdings ist das auch eine Zeit mit viel Gemüse, Obst und weißem Fleisch. Zudem will ich mehr Sport treiben und spreche mir selbst das Verbot aus, meine unifreien Tage grübelnd Zuhause auf dem Sofa zu verbringen und auf Netflix Gilmore Girls zu gucken.

Vor mehreren Jahren habe ich zusätzlich zu den oben genannten Dingen auch auf Koffein verzichtet. Jedoch hat sich das als sehr schlechte Idee herausgestellt. Ich war ständig wütend, gereizt und sehr müde. Mein Umfeld litt genauso sehr darunter, wie ich, weshalb ich es zukünftig nicht mehr so krass durchziehen werde. Aber zumindest werde ich versuchen, weniger Koffein zu mir zu nehmen. Eine Tasse Kaffee pro Tag sollte genügen.

Ich werde zufrieden sein

Im vergangenen Jahr haben drei unterschiedliche Menschen zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt etwas zu mir gesagt, was eine Weile gebraucht hat, bis ich es wirklich verstanden habe.

Das erste Mal sagte es der Ehemann meiner besten Freundin zu mir. Das war so ungefähr im Juli. Wir saßen auf ihrem Sofa und aßen indisches Take-away. Den genauen Zusammenhang weiß ich nicht mehr, aber er erzählte, dass ihm eine Erkenntnis sehr geholfen hat: Es hilft einem nicht, nach links und rechts zu gucken um sich mit anderen zu vergleichen. Dadurch wird man nicht glücklich. Es wird immer Menschen geben, die es besser haben. Man muss mit seinem eigenen Leben, seinen eigenen Ansprüchen und seinen eigenen Fehlern zurecht kommen.

Ein paar Monate später zog sich ein von mir sehr geschätzter Blogger völlig aus den Sozialen Medien zurück. Zuvor war er schon „kürzer getreten“ und meinte, allein das hätte ihm schon sehr geholfen, wieder so einiges ins rechte Licht zu rücken und klarer zu sehen.

In der Adventszeit war ich mit meinen Mädels beim traditionellen Weihnachtsbrunch und auch sie erklärten, dass sie aufgehört haben, sich mit anderen zu vergleichen bzw. darauf zu achten, was andere machen und wie andere ihr Leben leben.

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Was glücklich macht

Am 2. Advent hatten wir Mädels unseren traditionellen Weihnachtsbrunch. Seit wir nicht mehr gemeinsam die Schulbank drücken, ist es immer schwierig einen Termin zu finden, an dem wir alle können – im Advent klappt es immer. Notfalls wird da auch schon einmal ein Seminar gecancelt.

Ich genieße diese paar Stunden immer sehr. Auch wenn sich dieses Jahr so einiges geändert hat. Man hat uns aus irgendeinem Grund direkt neben die Kinderecke platziert, was uns unser Lieblingsthema, Sex, irgendwie vermiest hatte. Stattdessen redeten wir über Rentensparpläne, Altersvorsorge und über Patientenverfügungen. Und wir redeten darüber, dass es nicht glücklich macht, wenn man sein Leben immer mit dem von anderen vergleicht. Und das haben die drei sehr viel besser verstanden als ich.