Projekt-Resümee

Seit etwa 3 Wochen ist mein 3-Monats-Plan vorbei und es lief nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Aber tut es das jemals? Vor ein paar Wochen wäre ich deswegen noch sehr traurig und niedergeschlagen. Aber es mir gut. Ich habe zwar mein Ziel nicht erreicht, aber ich bin ein sehr gutes Stück weiter gekommen. Und wer hindert mich daran, den Plan weiterzuverfolgen? Niemand.

Ich habe ein paar Punkte für mich aufgestellt, an die ich mich halten werde.

  1. Pläne können sich ändern. Auch spontan. Es ist kein Weltuntergang.
  2.  Manche Dinge brauchen Zeit und Geduld.
  3. An sich zu arbeiten bedeutet, sich jeden Tag aufs neue dafür zu entscheiden.
  4. Es ärgert bestimmte Menschen am meisten, wenn man scheiß freundlich zu ihnen ist.
  5. Es lohnt sich, sich zu vergewissern, ob die eigenen Wünsche noch aktuell sind.
  6. Wünsche ändern sich, das ist okay.
  7. (Glüh)Wein hilft.
  8. Bücher auch.
  9. Manche Menschen sind so unzufrieden mich sich selbst, dass sie ihren Frust und ihren Selbsthass auf dich projizieren nur um sich selbst ihre eigenen Fehler nicht eingestehen zu müssen. Geh darüber hinweg.

Das Projekt geht weiter. Bis ich am Ziel bin. Egal wie lange es dauert. Obwohl ich ja schon insgeheim eine Deadline habe: Mai 2019.

Projektfahrplan – Halbzeit

Halbzeit.

Was wurde gemacht?

Fehlstrukturen wurden erkannt und werden langsam aber sicher umgebaut. Ein paar waren schon zu Beginn des Projekts klar ersichtlich, ein paar andere kamen erst im Laufe der letzten Wochen ans Tageslicht. Bei einigen frage ich mich, wie ich so lange damit leben konnte – und wieso mir nicht auffiel, wie toxisch diese Strukturen sind.

Neue Strukturen werden aufgebaut. Dies ist schwieriger als gedacht. Immer wieder falle ich in alte Verhaltensmuster, alte Tagesabläufe und Ansichten. Jedoch verbuche ich es als Fortschritt, dass mir das auffällt. Es war nicht alles realistisch, was ich mir am Anfang des Projekts als Ziel gesetzt habe – aber das ist egal. Aber Ziele kann man korrigieren. Eine Gewinnwarnung.

Wie sieht es aktuell aus?

Ich bin nicht ganz da, wo ich nach der Hälfte sein sollte. Aber das ist okay. Ich habe Unterstützung bekommen, einen Sparring-Partner. Seitdem geht es in einigen Bereichen viel leichter. Freunde helfen mir. Unterstützen mich. Das ist ein gutes Gefühl. Vergangene Woche wurden einige Punkte klarer und ich weiß genauer, wo ich ansetzen muss um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Was kommt als nächstes?

Der aktuelle Schwerpunkt wird weiter ausgebaut und die Bemühungen intensiviert. Es gibt feste Fixpunkte, die erreicht werden wollen. Jede Woche erneut. Dazu kommen neue Probleme und Herausforderungen – die ich so nicht habe kommen sehen. Die Projektkosten sind dabei stabil. Eventuell wird übernächste Woche ein bisschen mehr investiert.

Ein schlechter Deal

Eine alte Schulfreundin von mir heiratet nach 16 Jahren ihren Jugendfreund. Kennengelernt haben sie sich mit 14… seitdem sind sie ein Paar. Eine gemeinsame Wohnung haben sie seit 3 Jahren. Da bekommt Schillers

 Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet.
Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.

eine ganz neue Tiefe.

Ich bin jetzt in einem Alter, in dem sich mein Umkreis entweder verlobt und dann natürlich auch heiratet – oder schon wieder scheiden lässt. Das ist interessant mit anzusehen. Ich komme aus einem kleinen bayerischen Städtchen, ging auf eine Klosterschule. Jene Klassenkameradinnen, die in der Provinz blieben, heirateten mit Anfang 20 und bekamen dementsprechend schnell ihre Kinder. Die überwiegende Mehrheit ist mittlerweile wieder geschieden. Jene, die sich weitergebildet haben, weggezogen sind und Erfahrungen gesammelt haben, heiraten jetzt erst. Ich mag voreingenommen sein – aber ich denke, dass letztere, im Vergleich, die längeren Ehen haben werden.

Das Konzept der Ehe ist mir sowieso nicht ganz klar. Wieso heiratet man? Aus Liebe, mag der ein oder andere nun sagen. Aber hat man sich nicht auch schon vor dem „Ja, ich will“ geliebt? Damit ich sagen kann: Das ist meine Frau, das ist mein Mann? Einen Besitzanspruch zementieren durch die Unterschrift unter einem Blatt Papier? Steuergründe. Vielleicht. Soziale Absicherung. Möglicherweise. Aber zählt das noch? Ein Freund sagte mal, die Ehe ist ein Vertrag mit schlechten Kündigungsmöglichkeiten. Ehen beginnen, meist, mit einem kleinen oder mittelgroßen Fest und einer Torte und enden nach monatelanger bis jahrelanger Streitigkeit vor Gericht.

Meine Großmutter, seit 59 Jahren glücklich verheiratet, rät vehement von der Ehe ab: Man gibt sich nicht mehr genügend Mühe, sobald man sicher sein kann, dass der jeweils anderen nicht einfach raus kann.

Projektfahrplan: Zeit

Will ich mein Projekt ordentlich über die Bühne bringen, muss ich Ressourcen wie Zeit, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik so planen, dass sie meinem Ziel dienlich sind.

Insbesondere der Faktor Zeit ist dabei knapp bemessen. Das Projekt geht über 3 Monate, das sind  12 Wochen à  10.080 Minuten. Pro Woche arbeite ich etwa 1.980 Minuten. Dazu kommen 720 Minuten Wegzeit. 210 Minuten sind für einen festen, nicht verschiebbaren Termin reserviert. 2.950 Minuten wird geschlafen. Übrig bleiben 4.310 Minuten. Fast 72 Stunden.

Die verschiedenen Teilbereiche meines Projekts benötigen unterschiedliche Zeitanforderungen. Für Teilbereich A werde ich 780 Minuten einplanen. Im Teilbereich B werden es  540 Minuten sein. 210 Minuten sind Transferzeit – Zeit, die zwischen Teil A und Teil B als Verbindungsstück dient. Die restlichen Minuten werde ich auf der Couch liegen, mit einem guten Glas Wein oder Whiskey und mich fragen, wieso ich diesen Mist unbedingt durchziehen muss.

Projektfahrplan

Ansatz

Manches in meinem Leben braucht einen neuen Rahmen, anderes benötigt eine andere Richtung, Fähigkeiten müssen ausgebaut werden. Ein Rundumschlag.

Zielsetzung

In 3 Monaten genau diese Punkte umsetzen bzw. Veränderungen anstoßen. In der Theorie ist es einfach. Man erkennt die Prozesse die eine Veränderung bedürfen und passt sie neuen Gegebenheiten an, verbessert sie.

Lösung

Veränderungen in dieser Größenordnung können nicht allein umgesetzt werden. Ich hole mir Hilfe mit ins Boot, Unterstützung und das nötige Know-How. Die Kosten sind überschaubar. Fürs erste. 115 € reine Projektkosten, Spesen und Zubehör nicht inbegriffen.

Gedankenkarussell

Es gibt da diesen Film mit Kate Winslet und Jim Carrey. Eternal Sunshine of the Spotless Mind. Clementine (Kate Winslet) lässt darin mithilfe eines neuartigen Verfahrens selektiv Erinnerungen löschen.

Ich wünschte, ich könnte das auch. Allerdings sind es keine Erinnerungen, sondern Gedanken, die ich gerne dauerhaft verschwinden lassen würde. Gedanken, die sich jeglicher Logik und Vernunft entziehen und sich in den unpassendsten Augenblicken an die Oberfläche stehlen. Gedanken, die ich abgrundtief hasse.

Es hilft auch nicht, dass diese Gedanken fast täglich getriggert werden. Was kein Wunder ist, wenn man Anfang 30 ist und Freundinnen und Freunde im gleichen Alter hat, die genau das planen, bekommen oder haben, was man sich für sich wünscht.

Das besonders fiese ist, dass ich vor einem Jahr diese Gedanken noch nicht hatte. Mir wäre auch nie in den Sinn gekommen, dass ich mir überhaupt einmal Gedanken darüber machen würde. Aber zwei verdammte und großartige Ereignisse seitdem haben mich da völlig durch gewirbelt. Und auch wenn ich diese verdammten Gedanken gerne auf ewig löschen möchte, liebe ich 50 % dieser auslösenden Ereignisse.

Aber ich wünschte echt, ich könnte mich aktiv gegen diese Gedanken entscheiden. Für immer – oder zumindest für die nächsten 5 Jahre.

4 Mädels

2001, irgendwann im Frühjahr, sahen meine Mutter und ich ein zwei oder drei Folgen Sex and the City. Nach der dritten meinte sie dann, die Serie wäre nichts für mich 13-jähriges Mädchen. Fand ich schade, aber auch nicht mehr. War die Serie doch extrem unrealistisch. Die meiste Zeit saßen Carrie, Sam, Charlotte und Miranda irgendwo in einem Café vor Reispudding, halben Grapefruits und Kaffee und unterhielten sich stundenlang über Männer, Penisse und Sex. Das Frauen das taten und überhaupt, dass dieses Thema so viel Gesprächsstoff liefern würde, fand ich unglaubwürdig.

Mit 19 fand ich die Serie dann schon unterhaltsamer. Meine Exfreundin und ich haben uns die ganzen Staffeln nach Weihnachten 2006 reingezogen. Die Serie hatte durchaus Unterhaltungswert.

Jetzt, mit 30, frage ich mich schon das ein oder andere mal, wie naiv ich damals 2001 (und auch noch 2006) sein konnte.

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Meine Top Ten der kitschigsten Filme aller Zeiten: #9

„The Spirit of Christmas“ ist ein verschneiter Weihnachtsfilm aus dem Jahr 2015. Es ist ein typischer US-Fernsehfilm, der auch gut aus dem Hause Hallmark sein könnte, die ja bekanntlich die kitschigsten Fernsehfilme produzieren (und die schönsten Grußkarten…). Allerdings ist diesmal MarVista Entertainment verantwortlich.

Die Anwältin Kate wird 12 Tage vor Weihnachten zu einem verschneiten alten Anwesen geschickt um den Verkauf in die Wege zu leiten, nachdem die Besitzerin verstorben ist und keine Erben hinterlassen hat.
Am Anwesen angekommen macht sie Bekanntschaft mit dem (sehr attraktiven) Geist Daniel (Thomas Beaudoin!!!) der seit 100 Jahren jedes Jahre für 12 Tage (12 Days of Christmas) wieder zu Fleisch und Blut wird und das alte Inn bewohnt. Daniel ist von Kates Anwesenheit überhaupt nicht begeistert – dennoch lässt er sich von ihr überzeugen, dass sie es schaffen könnte, ihn von seinem Fluch zu befreien.

Aktuell gibt es den Film nur im englischen OT auf Netflix. Allerdings lohnt sich allein dafür das Probe-Abo. Der Film ist sooo herrlich kitschig, dass er bei mir rauf und runter läuft. Der perfekte Weihnachtsfilm.

Meine Top Ten der kitschigsten Filme aller Zeiten: #10

„SMS für dich“ ist ein zuckersüßer Roman, der mit der wunderbaren Karoline Herfurth verfilmt wurde und im vergangenen Jahr in die Kinos kam.

Im winterlichen Berlin macht sich Journalist Mark auf die Suche nach der Frau, die SMS an ihren verstorbenen Verlobten schickt. Da die Nummer aber nach 2 Jahren neu vergeben wurde, landen sie bei ihm.

Der Film brilliert mit sehr lebensnahen Dialogen, wie folgender:

Mark: „Was sind die anderen drei Dinge?“

Clara: „Sympathie. Du musst den anderen mögen wie deinen besten Freund. Vertrauen. Du musst wissen, dass er immer für dich da ist und dich nie belügen wird.

Mark: „…Und das vierte?“

Clara: „Leidenschaft. Du musst so sehr mit dem anderen schlafen wollen, dass du Schmerzen hast, überall da, wo er dich noch nicht berührt hat.“

Mark: „Und? Hast du irgendwo Schmerzen?“

Clara: „Absolut überall.“

Am Ende, nach 107 Minuten Herzschmerz und Hach-Momenten, wurde man so geschickt manipuliert, dass man den an Helene Fischer angelegten Schlagersong „Dein Sein“ tatsächlich gut findet. Nun ja… etwa 1,5 Minuten.

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Vorsätze 2017: Noch 4 Monate

Gerade meine Liste an Neujahrsvorsätze hervorgeholt.

  • Einen neuen Job finden  😉 Und der ist sogar bei einer Zeitung 
  • Ein Praktikum bei einer Zeitung suchen
  • Auf die Ernährung achten
  • 10 kg abnehmen lieber 15.. 
  • Yoga machen  8x im Kurs und gemerkt: ist absolut nichts für mich
  • In der Küche frühstücken
  • Einweihungsfeier machen 🙂 und es war toll!
  • „Ich atme dich“ veröffentlichen überarbeiten
  • andere Haarfarbe ausprobieren blau und rosa – sah beides doof aus.
  • Augen lasern lassen beste Entscheidung die ich in den letzten Jahren getroffen habe. 
  • Ans Meer fahren Nur ein paar Stunden – aber die haben sich gelohnt
  • Familienessen veranstalten nicht erledigt – aber hinfällig geworden
  • 52 Bücher lesen
  • 17 CP in Linguistik und 17 Punkte in LitWit
  • Öfters hohe Schuhe tragen

Ich hab noch 4 Monate Zeit die Liste abzuarbeiten.