Wie man seinen Schreibtisch effizient organisiert

Seit 12 Wochen bin ich im Homeoffice und daher ist mein heimischer Schreibtisch mein neuer Lebensmittelpunkt geworden. Um wirklich produktiv zu sein, ist für mich die Organisation von Beruf, Studium und privaten Interessen das A und O.

Was der Schreibtisch verrät

Unser Schreibtisch verrät sehr viel über unsere Arbeitsweise und wie viel Ablenkung wir vertragen, um dennoch konzentriert arbeiten zu können. Scheint unser Arbeitsplatz unter der Last von Büchern, Zeitschriften und Dekoration fast zu zerbersten oder ist er nahezu klinisch sauber? Auch abseits vom Homeoffice erlaubt der Schreibtisch einen Blick auf die Unternehmenskultur. Sind persönliche Gegenstände erlaubt oder beginnt und endet die eigene individuelle Note mit der Kaffeetasse? Wie viel Platz räumt das Unternehmen seinen einzelnen Angestellten ein und sind die Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet? Ich habe mal in einem Unternehmen hospitiert, da musste ich von meinem Stuhl aufstehen, damit meine Kollegin von ihrem Arbeitsplatz aufstehen konnte. So etwas unterbricht Arbeitsabläufe und stört die Konzentration erheblich.

Falsche Vorstellungen durch Instagram und Pinterest

Wenn ich mir meine Pinterest-Pinnwand und in meinen Feed bei Instagram ansehe, scheinen die meisten Schreibtische der Influrencer*innen aus MacBooks, hübschen Notizbüchern, Duftkerzen und pastellfarbenen Blumen in geometrischen Vasen zu bestehen. Die Tischplatten sind weiß und der Platz sehr begrenzt. Das sieht auf den ersten Blick auch sehr ansprechend aus und ich hab mich schon das ein oder andere Mal geärgert, dass mein Schreibtisch so gar nicht diesen Standards genügt. Weder Zuhause im Homeoffice noch im Büro. Dabei habe ich es durchaus versucht. Aber länger als einen Tag sah der Schreibtisch nie instagramtauglich aus. Auch die Anleitungen bei Pinterest zu einem geordneten Schreibtisch haben mich mehr frustriert als weitergebracht. Das Problem war, dass all diese Bilder und Anleitungen – egal wie sinnvoll sie im ersten Moment erschienen – auf die Optik ausgelegt waren, und nicht auf die Funktionalität. Dabei sollte hier der Fokus liegen.

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Das habe ich mir zu verdanken

Kennt ihr diese Dankesreden von Schauspielern und Musikern wenn sie irgendeinen Preis entgegen nehmen? Ich danke meiner Familie und meinen Freunden, ohne die ich das hier nicht geschafft hätte. Ich liebe euch!

Hört sich gut an, oder?

Aber wenn ich mal gefragt werde, wem ich mein bisheriges Leben zu verdanken habe, dann werde ich so etwas nicht sagen können. Alles was ich bisher geschafft habe, alles was ich bisher vergeigt habe, habe ich mir selbst zuzuschreiben.

Heute Abend lag die Juni Ausgabe der Barbara vor meiner Tür und ich habe aus langweile ein wenig darin geblättert. Ich fand einen Artikel mit dem Titel „Das schaffst du doch sowieso nicht“. Ein Satz, den ich auch oft gehört habe. Von meiner Mutter als ich Mathe nicht verstehen wollte. Von meinem Lehrer, der mich bat nicht aufs Gymnasium zu wechseln weil er dann zu einem bestimmten Termin noch eine Klausur hätte stellen müssen. „Das Mädel braucht kein Abitur, das wird mal gut verheiratet“, war die Meinung meines konservativen Großvaters.

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